Das Ende naht :-(

Donnerstag, 05.07.2012

Es ist so weit, eine Woche bleibt mir nurmehr im wunderschönen Spanien, dann gehts wieder ab nach Österreich. Der erste Koffer ist schon gepackt und ein allerletztes Abenteuer erwartet mich noch, bevor ich die Heimreise antrete, nämlich ein Wochenende in Madrid mit den Red Hot Chili Peppers, ausgelassener Festivalstimmung und hoffentlich sehr viel Spaß. Lächelnd

Nachdem ich am 7.Juni meine letzte ausgesprochen "schwere" Prüfung absolviert habe, gings zur Erholung (Zunge raus) erstmal zehn Tage nach Gran Canaria bzw Teneriffa, zwei unglaublich schöne Inseln. Noch schöner wurde der ganze Ausflug aufgrund der Tatsache, dass momentan noch relativ wenige Touris unterwegs sind, und man den Urlaub noch so richtig genießen kann.

Die ersten fünf Nächte verbrachten wir auf Gran Canaria, wo wunderschöne Strände und schroffe, wenig bewachsene Gebirgszüge die Landschaft prägen. Sehr sehenswert sind auch die Dünen in Maspalomas im Süden der Insel, die zum Naturschutzgebiet erklärt wurden und ein bisschen an eine Wüste erinnern und die Hauptstadt Las Palmas de Gran Canaria, die eine sehr schöne Altstadt mit den Häusern im typischen kanarischen Baustil zu bieten hat. Ein absolutes Highlight war für mich jedoch der Besuch einer Rumfabrik, wo der in ganz Spanien beliebte kanarische Rum hergestellt wird, das Ganze auch noch zum Nulltarif und mit anschließender Verkostung aller Produkte...zur Überprüfung der einmaligen Qualität sozusagen Zwinkernd

Wunderschöne Strände... Dünen von Maspalomas Tolle Berglandschaft! ...inklusive Gipfelbesteigung ;-) Hafen von Las Palmas Hoteleigener Pool mit Meerblick :-) Ausblick von unserem Balkon Rumfabrik...das flüssige Gold der Kanaren ;-) ...und natürlich die anschließende Verkostung

Nach fünf Tagen ging es dann mit der Fähre weiter von Las Palmas nach Santa Cruz de Tenerife, der Hauptstadt von Teneriffa, ebenfalls ein traumhaftes Fleckchen mit unzähligen schwarzen (!!) Sandstränden, das, wie auch Gran Canaria, eine faszinierende Gebirgslandschaft und sogar über einen aktiven Vulkan zu bieten hat, im Vergleich dazu aber viel viel grüner und fruchtbarer ist und außerdem eine ganz besondere Attraktion beherbergt: den Loro Parque! Ein riesiges Areal das zahlreiche Tierarten beheimatet, unter anderem Orcas, Delfine und Seelöwen, ein bisschen dem amerikanischen Sea World ähnelt und definitiv einen Tagesausflug wert ist. Sehr beeindruckend ist natürlich auch der Teide, der Vulkan in der Mitte der Insel, und der ihn umgebende Nationalpark, dazu am besten die Bilder ansehen (leider war es an dem Tag etwas nebelig) und sich selbst davon überzeugen.

Puerto de la Cruz Puerto de la Cruz für die Kanaren typischer Drachenbaum Der Vulkan in seiner ganzen Pracht... Nationalpark

 

So, ein letztes Mal wird nun der Rucksack für eine Reise gepackt, wünsch euch allen ein geniales Wochenende!

Besitos

 

"De Madrid al cielo"....

Mittwoch, 06.06.2012

....besagt ein spanisches Sprichwort und soll zum Ausdruck bringen, dass nach Madrid nur der Himmel schöner ist. Auch wenn das -typisch spanisch eben- vielleicht ein bisschen übertrieben erscheint, so ist Madrid trotzdem eine der schönsten Städte, dich ich bis jetzt gesehen habe. Anders als in andalusischen Städten, wie etwa Sevilla, verbreitet Madrid definitiv Großstadt-Feeling. Das äußert sich nicht nur in riesengroßen, wunderschönen Gebäuden, endlos erscheinenden Parks und Grünanlagen und seinen bunten Multi-Kulti Bewohnern, sondern auch in dem absolut unüberschaubar großen kulturellen Angebot. Aus diesem Grund beschlossen wir auch, uns kulturell ein bisschen weiterzubilden und neben Kunstmuseen auch noch ein Musical auf unser Programm zu setzen: König der Löwen (oder besser: El Rey León) Lächelnd

Also jeder, der die Möglichkeit bekommt, sich dieses Musical anzusehen, sollte sie unbedingt ergreifen. Schon alleine wegen der tollen Kostüme ist es auf alle Fälle einen Besuch wert.

Trotz 35 Grad und einem verstimmten Magen (ein schönes Mitbringsel aus Marokko), zogen wir unser Sightseeing-Programm durch und besuchten neben dem Prado und dem Museum für moderne Kunst (Reína Sofia) auch noch den Königspalast, einen alten Bahnhof der außerdem einen tropischen Garten beherbergt und den Parque del Retiro, eine riesige Parkanlage, in der zahlreiche Palacios, Springbrunnen und Cafés zu finden sind und wo man sich perfekt von einem anstrengenden Tag erholen kann.

Bahnhof mit Palmen...mal was Anderes :-) Museo del Prado Plaza Mayor...der Hauptplatz von Madrid Madrid bei Nacht Königspalast Parque del Retiro Parque del Retiro

Abgesehen vom kulturellen Programm durfte natürlich auch das Kulinarische nicht zu kurz kommen (wenn auch nur in Maßen --> siehe oben Zunge raus) und so nutzten wir einen Nachmittag, um uns durch die Leckereien des Mercado de San Miguel zu kosten und Fisch, Paella und Co zu bewundern.

Mercado de San Miguel Lecker Paella :-) Leckeres wohin das Auge reicht...

Die letzten Wochen hier in Spanien brechen nun an, und zwischen "Lernen" (Zunge raus), den ersten Abschiedsfeiern und den letzten Reisen, werde ich natürlich versuchen, auch weiterhin den einen oder anderen Blogeintrag für alle Daheimgebliebenen zu verfassen.

Bis dahin: Alles Liebe und ein Besito Zwinkernd

 

 

Salam aleikum :-)

Dienstag, 22.05.2012

Nach einigen Wochenenden in Huelva, an denen ich das traumhafte Wetter und das Meer genossen habe, stand vergangenes Wochenende wieder mal eine Reise auf dem Programm, die mich in das wunderschöne Marokko, genauer gesagt in die Städte Tetouan, Tanger und Chefchaouen führte.

Nach einer etwa einstündigen Fahrt mit der Fähre erreicht man von Algeciras aus die Stadt Ceuta, die sich zwar schon auf dem afrikanischen Kontinent befindet, die jedoch der spanischen Regierung untersteht. Von Ceuta aus führt eine etwa 10-minütige Busfahrt direkt an die Grenze zu Marokko, die nicht nur Spanien von dem restlichen Afrika trennt, sondern auch wie das Tor in eine völlig andere Welt erscheint. Kaum passiert man den Grenzübergang, scheint alles anders zu sein: der Baustil, die Landschaft, und vor allem die Menschen. Während auf spanischer Seite alles, inkusive der Frauen, noch sehr europäisch aussieht, findet man auf marokkanischer Seite kaum mehr Frauen auf den Straßen und wenn, dann fast ausschließlich verschleierte.

Die erste Nacht verbrachten wir in einem "4-Stern-Hotel", das zwar ganz ok war, für unsere Verhältnisse aber wohl eher einer besseren Jugendherberge entsprach ;-)

Hier wurde mir zum ersten Mal bewusst, dass es als Frau unmöglich ist, sich hier alleine zu bewegen: Sogar in der Hotelbar saßen ausschließlich Männer, die im wahrsten Sinne des Wortes fast vom Sessel gefallen sind, als sie uns sahen. Die wenigen Frauen, die sich tatsächlich in Bars aufhalten, sind ausschließlich solche, die auch Geld dafür bekommen (um es mal nett zu umschreiben).

Den Samstag Vormittag verbrachten wir in Tetouan, wo wir eine Stadtführung durch die Medina, also den alten Stadtkern, machten und dort ein bisschen arabischen Flair schnuppern konnten, das heißt enge Gässchen, dichtes Gedränge im Basar, teilweise etwas "gewöhnungsbedürftige" Gerüche und wunderschöne Häuser, die sich jedoch meist hinter einer ziemlich hässlichen Fassade verstecken. Neben interessanten Geschichten über die Stadt und ihre Bewohner, konnten wir tatsächlich auch ein bisschen am arabischen Leben teilhaben und sowohl einen 18-karätigen Hochzeitsgürtel aus Gold, den der Mann normalerweise seiner Braut schenkt, als auch die typische Kleidung der marokkanischen Bauern und echtes marokkanisches Essen probieren. Besonders interessant war auch der Besuch in einer traditionellen Apotheke, wo es für jedes Wehwehchen die passenden Kräuter gibt. Dazu am besten einfach die Bilder anschauen Lächelnd

Markt Typisch für arabische Länder: frische Minzblätter aus denen Tee gemacht wird! Hühnchen to go mal anders :-) die Hühner werden erst vor Ort geschlachtet Von innen sind die Häuser teilweise wirklich wunderschön Innenhof eines Hauses So wird die traditionelle Kleidung hergestellt: die Jallabah und darüber der sog. Kaftan ...dazu braucht man Fäden aus echter Seide und in allen Farben Hochzeitsgürtel traditionelle Bekleidung der marokkanischen Bauern Lecker Couscous :-)

Am Nachmittag gings dann weiter nach Tanger, einer etwas moderneren aber leider nicht besonders schönen Hafenstadt, wo wir das Villen- und Diplomatenviertel (also was hier für Burgen stehen ist echt unbeschreiblich, sogar ein Scheich aus Abu Dhabi hat hier sein "bescheidenes" Domizil) und eine Höhle, in der der Sage nach Afrika entstanden ist, besichtigten und ich danach zum ersten Mal in meinem Leben auf einem Kamel reiten durfte Zwinkernd

Sonntag Morgen machten wir uns schon sehr zeitig auf den Weg nach Chefchaouen, einer kleinen Stadt, die zahlreiche Touristen alleine deshalb anzieht, weil alle Häuser blau gestrichen sind. Laut den Einwohnern dieser Stadt hält das angeblich das ganze Jahr über die Moskitos fern, die hier echt extrem lästig sein können. Das Highlight dieses Ausflugs war jedoch unser Stadtführer, ein winzig kleiner, uralter Araber, der neben Arabisch und Spanisch auch Französisch, Englisch und Deutsch sprach und angeblich das meiste davon nur durch Zuhören gelernt hat.

Hier treffen Mittelmeer und Atlantik aufeinander Chefchaouen Unser süßer kleiner Stadtführer ;-) Weberei in Chefchaouen, wo wunderschöne Teppiche und Tücher von Hand hergestellt werden

So viel zu meinem Wochenende, auch wenn das nur das Allerwichtigste war und ich vor lauter interessanten, neuen Eindrücken wahrscheinlich einen zehnseitigen Aufsatz verfassen könnte. Zunge raus

¡Hasta luego!

Wir werden schon ein bisschen spanisch....

Samstag, 28.04.2012

Hola mis amigos :-)

Nach einer langen Durststrecke ohne Neuigkeiten aus dem wunderschönen Spanien, habe ich endlich wieder mal Zeit für einen kurzen Lagebericht.

Hab zum ersten Mal -abgesehen von meiner Family natürlich- ganz ganz lieben Besuch aus Österreich bekommen und da es ausnahmsweise das Wetter mal gut mit uns gemeint hat, (der April ist in Andalusien bekannt dafür, das er tatsächlich macht was er will) haben wir die Zeit genutzt, um die schönsten Strände von Andalusien mit dem Auto zu erkunden. Dazu am besten einfach die Bilder anschauen und kurz mal neidisch werden ;-)

 

Playa in El Portil El Portil El Portil Portugal Portugal

 

Damit es aber auch ohne Besuch nicht langweilig wird, haben mein Mitbewohner und ich beschlossen, dass es an der Zeit wäre, sich einem noch immer heiß umstrittenen Thema zu widmen: dem Stierkampf (auf Spanisch: Corrida). Um uns selbst ein Bild von diesem Spektakel zu machen, machten wir uns auf den Weg nach Sevilla in eine der bekanntesten Stierkampfarenen, der Maestranza um dort an einem der ersten Stierkämpfe dieser Saison teilzunehmen...welche Zeit wäre dafür besser geeignet als die Woche der Feria de Sevilla, ein Spektakel, das dem Münchner Oktoberfest gleicht, in der die Spanierinnen in tollen Flamencokleidern herumlaufen und noch mehr gegessen und getrunken wird als normalerweise. Wenn man Glück hat, kann man hier auch den einen oder anderen spontanen -und damit auch ausgesprochen authentischen- Flamencotanz bewundern. Auch hier denke ich, dass die Fotos mehr sagen, als Worte vielleicht beschreiben können:

sogar die Kleinsten werfen sich in Schale ;-) Essen und Trinken...und das rund um die Uhr Caballeros

Doch nun zurück zum eigentlichen Thema: dem Stierkampf!

Es sei hier jedem vorbehalten, sich eine eigene Meinung zu diesem Thema zu bilden, doch ich denke, wenn man schon in Andalusien lebt, sollte man dieses Event zumindest einmal live erlebt haben. Die Stimmung in dieser im wahrsten Sinne des Wortes vollgestopften Arena ist einfach unbeschreiblich, nicht einmal ein Foto kann ausdrücken, was da an Emotionen und Begeisterung sogar für uns "Ausländer" spürbar war...Anders als viele andere Nicht-Spanier, habe ich das ganze Geschehen weder als übermäßig grausam, noch als tierquälerisch empfunden, kann aber auch auf der anderen Seite diese grenzenlose Begeisterung für diese Kunst nicht 100%ig verstehen, dafür verstehe ich davon einfach viel zu wenig und ich denke, es ist für einen Außenstehenden auch sehr schwer zu begreifen, was der Stierkampf für einen Spanier bedeutet.

Faszinierend ist das ganze Geschehen allemal, vor allem wenn man -so wie ich- das Glück hat, während des Kampfes neben einem waschechten Spanier zu sitzen, der einen in das spanische Insider-Wissen einweihen kann Zwinkernd So sind die Spanier beispielsweise der Meinung, dass es für den Stier eine Ehre ist, gegen den Torero zu kämpfen und wenn er die Wahl hätte, so würde er sich genau für dieses Leben entscheiden (man muss dazu sagen, dass die Kampfstiere bis zu ihrem Ableben vor dem Publikum den ganzen Tag verhätschelt werden und ihr Leben nur darin besteht, das beste Gras zu fressen und groß und stark zu werden)...ein paar weitere solcher Anekdoten hätte ich schon noch auf Lager, da ich aber niemanden langweilen will, verweise ich lieber auf die nachfolgenden Bilder:

 

Semana Santa in Andalusien

Dienstag, 10.04.2012

Ein sonniges Hallo aus dem wunderschönen Andalusien...wird wieder mal Zeit für einen Lagebericht aus dem Land der Stiere und der schönen Menschen Zwinkernd

Nach einem absolut verrückten und unvergesslichen Spontantrip nach Sevilla am ersten Ferienwochenende, startete am Palmsonntag die Semana Santa in Huelva, also bei uns die Karwoche. Das ist eine ganz besondere Zeit hier in Andalusien, denn die gesamte Woche vor Ostern finden in der gesamten Region Osterprozessionen statt, die man mit Worten kaum beschreiben kann...trotzdem werd ichs mal versuchen:

In Spanien gibt es in jeder Stadt sogenannte Bruderschaften (auf Spanisch "hermandades" oder "cofradías"), also religiöse Gemeinschaften, bei denen sich sehr viele Spanier in irgendeiner Art und Weise engagieren und dessen Geist und deren Bedeutung meiner Meinung nach für einen Nicht-Spanier nur sehr schwer zu erfassen sind. Diese Bruderschaften gestalten dann für Ostern sogenannte "tronos" oder "pasos" - riesige Gebilde aus Holz oder Metall, die dann mit Blumen, biblische Szenen darstellenden Figuren und Kerzen geschmückt werden und dann zu Ostern durch die Straßen getragen werden, begleitet von den sogenannten Nazarenos, zu Deutsch Büßern, die lange Kutten und typische Spitzhauben tragen. Nicht zu vergessen natürlich die Musikkapellen, die abwechselnd feierliche und sehr traurige Musik spielen, je nachdem an welchem Tag die Prozession stattfindet. Die Nazarenos mögen auf den ersten Blick für uns sehr befremdlich aussehen, doch hier dient die Kutte und die Spitzhaube der Wahrung der Anonymität, denn die Teilnahme an diesen Prozessionen wird als Bußakt angesehen und wie es sich für brave Katholiken gehört, bleibt man beim Buße tun selbstverständlich anonym Zwinkernd Viele von den Nazarenos gehen sogar so weit, das ganze barfuß zu machen, solange bis ihre Füße wund sind.

Als größte Ehre wird es jedoch empfunden, wenn man einen der Pasos tragen darf. Diese Dinger wiegen teilweise einige Tonnen und können nur unter größter Kraftanstrengung durch die teilweise sehr engen Gassen gewuchtet werden, das alles natürlich im Takt der Musik.

Wer sich unter all dem jetzt nicht besonders viel vorstellen kann, sollte sich am besten die Bilder dazu ansehen:

 

Nazarenos mit Kutte und SpitzhutBeispiel für einen trono bzw. paso  ...riesige Menschenaufläufe sind typisch für die Semana Santa Wieder ein paso, diesmal direkt unter meinem Balkon ;-) Musikkapelle Nazarenos einer anderen Bruderschaft (Sevilla)    Ein Blick hinter die Kulissen ;-)

 

Also wer einmal die Möglichkeit hat, diese Schaupspiel mitzuerleben, sollte sie unbedingt ergreifen. Die Atmosphäre bei diesen Umzügen, vor allem am Abend und in der Nacht, ist einfach unbeschreiblich und zaubert auch dem Ungläubigsten ein Gänsehaut auf den Rücken. Lächelnd  Die Spanier sind sehr stolz auf die Prozessionen und alles was damit in Verbindung steht und ich fand es auch sehr schön, dass man sogar als "Ausländer" sehr viel von dieser Festtagsstimmung und der guten Laune vor den Feiertagen mitbekommen hat.

Den Rest der vergangenen Woche verbrachte ich mit meiner Familie, die hier zu Besuch war, an der traumhaft schönen Algarve bzw. nahe der portugiesischen Grenze, wo wir ein Haus gemietet hatten. Auch wenn Ostern heuer ohne den Osterhasen stattfinden musst (hier gibt es weder Osterhasen noch Ostereier Stirnrunzelnd), so ließ uns zumindest die Sonne nicht im Stich und bescherte uns nach einer doch eher wechselhaften und regnerischen Woche ein fast schon sommerliches Wochenende (die Spanier schwören ja darauf, dass es angeblich in der Karwoche IMMER regnet).

Dazu noch ein paar Eindrücke:

Algarve Algarve Algarve Algarve - südwestlichster Punkt Europas Algarve - Lagos Algarve - Albufeira ...und sogar Ostereier hats gegeben ;-)

Kinder wie die Zeit vergeht! ;-)

Mittwoch, 28.03.2012

Es ist echt ein Wahnsinn, wie schnell die Zeit bis jetzt vergangen ist. Ich bin jetzt schon fast sieben Wochen hier und es kommt mir vor als ob gerade mal ein paar Tage vergangen wären. Ständig gibt es was zu unternehmen, neue Gesichter und Party machen könnte man sowieso jeden Tag. Vor lauter (Freizeit)stress musste in letzter Zeit leider auch ein bisschen der Blog leiden, dafür gibts jetzt einen ausführlichen Bericht von meinem letzten Wochenende, das ich mit zwei Freundinnen in Córdoba verbracht habe, eine der schönsten und interessantesten Städte Andalusiens.

Córdoba ist neben Sevilla und Granada eine der wichtigsten Städte in Andalusien und wie auch in Granada ist einfach überall noch der arabische Flair zu spüren, einfach unglaublich. Doch neben den maurischen und christlichen Einflüssen hat hier zusätzlich noch die jüdische Kultur das Stadtbild geprägt, was sich in einem riesigen jüdischen Stadtkern, der heute UNESCO Weltkulturerbe ist, äußert. Und als ob das nicht schon reichen würde, haben auch die Römer deutliche Spuren in Córdoba hinterlassen, wie man an einem der Wahrzeichen der Stadt - der Puente Romana (eine sechzehnbogige Brücke über den Guadalquivir) - und zahlreichen Ausgrabungen aus der Römerzeit, darunter auch ein Tempel, unschwer erkennen kann.

jüdisches Viertel Synagoge ...nochmals Synagoge Puente Romano

Am beeindruckensten ist aber mit Sicherheit die Mezquita, die Kathedrale von Córdoba, die eigentlich von den Mauren auf dem Fundament einer Kirche als Moschee erbaut wurde und im Zuge des Machtwechsels von den Christen mehr oder weniger in eine Kathedrale umgebaut wurde. Mit mehr oder weniger meine ich, dass noch große Teile der ehemaligen Moschee erhalten sind, wie z.B. die nach Mekka ausgerichteten Gebetsräume und auch die feinen Stuckarbeiten mit arabischen Inschriften und Suren aus dem Koran. Außerdem wurde der gesamte Gebetsraum, der aus 793 Säulen besteht, erhalten und nur mitten in diese riesige Halle ein Etwas gebaut, das an den Chor und den Altar einer katholischen Kirche erinnert bzw. wurde die Säulenhalle durch zahlreiche Kapellen erweitert. So einstand ein alles in allem sehr kurioser Bau, in dem Vieles nicht wirklich zusammenpasst, der aber doch vor allem für das Verständnis der Geschichte von Andalusien extrem interessant ist.

Einer der Eingänge zu Mezquita bei Nacht Außenmauer der Mezquita Innenhof der Kathedrale Gebetsnische nach Mekka ausgerichtet Säulenhalle im Inneren der Kirche/Moschee

Neben seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten ist Córdoba auch bekannt für sein Kunsthandwerk, vor allem für Silberschmuck, Lederwaren in allen Varianten und Keramik. Aus diesem Grund gehört es auch fast zum Standardprogramm, bei einem Besuch in Córdoba ein bisschen shoppen zu gehen, bzw. die kleinen Kunsthandwerksmärkte zu besuchen, von denen der berühmteste "Zoco" heißt und der wirklich einen Abstecher wert ist. In diesem Patio sind überall kleine Geschäfte versteckt und untermalt wurde unser Besuch auch noch von spanischer Gitarrenmusik...sehr passend also Zwinkernd

Eingang zum Markt Zoco Zoco

Krönender Abschluss dieses ereignisreichen Tages war dann der Besuch in einem typisch arabischen Hammam, wo man sich eine Stunde lang abwechselnd in heißem, lauwarmem und kaltem Wasser einweicht, Tee trinkt und dann anschließend von gutaussehenden Spaniern massiert wird...ein Traum und extrem empfehlenswert, vor allem dann, wenn man auf diesen arabischen Flair steht und mal richtig entspannen möchte.

Bevor wir uns am Sonntag dann wieder auf den Heimweg nach Huelva machten, besuchten wir noch die Gärten der Alcázar, eine Parkanlage die noch aus der Zeit der christlichen Könige stammt und damals so wie auch heute fast wie eine Oase inmitten der lauten und heißen Stadt steht und perfekt für ein bisschen Erholung ist. Außerdem hat man von der Mauer und den Wachtürmen, die diesen Garten umgeben, einen wunderschönen Ausblick auf die Mezquita und die Altstadt von Córdoba...Leider hat hier meine Kamera gestreikt (oder besser gesagt: jemand hat vergessen das Ladegerät mitzunehmen... Zwinkernd) und die Fotos, die ich mit meinem Handy gemacht habe, sind leider eher unzumutbar.

Wer also mal Zeit hat, dem kann ich Córdoba nur wärmstens empfehlen, denn es ist fast unmöglich, alles mit Worten zu beschreiben...einige Dinge muss man einfach selbst gesehen haben.

Ich wünsche euch allen noch eine tolle Woche!

Alles Liebe!

 

 

 

 

Die Affen sind los!!!

Dienstag, 20.03.2012

Ein weiteres Wochenende in Spanien ist schon wieder vorbei, und damit es auch nicht langweilig wird, haben wir uns am Samstag nach Gibraltar aufgemacht, um uns dort ein bisschen von den Berberaffen verarschen zu lassen Zwinkernd

Doch um hier nicht nur für Gelächter und Unterhaltung zu sorgen, sondern auch ein bisschen Allgemeinwissen über Andalusien zu vermitteln, zuerst ein bisschen was über Gibraltar (alle, die das schon wissen, können diesen Absatz gerne überspringen Lächelnd): 

Gibraltar bezeichnet sich selber als britisches Überseegebiet oder überseeisches Territorium (Kolonie wird angeblich eher ungern gehört, warum auch immer) und steht natürlich unter der Souveränität von Großbritannien...doch nicht nur das, es sieht auch aus wie in GB: die typischen Telefonzellen, Briefkästen, englische Pubs und "leckeres" englisches Essen und es wird sogar in (Gibraltar-)Pfund bezahlt, allerdings wird auch überall der Euro akzeptiert. Alles in allem sehr kurios...Wenn man nun von Norden kommend in die Stadt reisen möchte, muss man nicht nur sowohl die spanische als auch die britische Grenze passieren, sondern auch die Landebahn des Flughafens!! Ja, richtig gehört, wenn man nach Gibraltar möchte muss man die Rollbahn queren und wenn ein Flugzeug landet oder startet, schließt sich ein Schranken.

Das absolute Highlight in Gibraltar ist jedoch der Apes Rock, der höchste Punkt der Stadt, von wo man nicht nur eine geniale Aussicht bis nach Nordafrika hat, sondern auf dem auch zahlreiche Berberaffen in freier Wildbahn leben (übrigens der einzige Ort in ganz Europa, wo das der Fall ist). Und diese Viecher habens echt faustdick hinter den Ohren...wir wurden zwar gewarnt, dass die Affen extrem gierig und verfressen sind und deswegen auf alles losgehen was irgendwie nach Essen aussieht, allerdings konnte ich nicht ahnen, dass die Biester schon am Ausstieg aus der Gondel, die auf den Berg führt, auf die doofen Touristen warten und habe deswegen genüsslich Teile eines Apfels in der Bergbahn verspeist...ein großer Fehler, wie sich wenige Minuten später herausstellte Lachend Ehe ich überhaupt mitbekam was passiert, stürmten drei Affen auf mich zu und hängten sich auf meinen Pulli, nur um diesen Apfel zu ergattern...leider gibts von diesem Schauspiel keine Fotos Zunge raus

so ein süßer ;-) Erste Annäherungsversuche Höchster Punkt von Gibraltar Endlich hat er seine Banane... MEIN Apfel...dieses Biest :-)

Zum Abschluss dieses absolut gelungenen Tages, statteten wir auch noch Cádiz einen Besuch ab, das berühmt-berüchtigt für seine ausschweifenden Karnevalsfeiern ist und dessen wunderschöner Strand außerdem als Kulisse für Halle Berry diente, als diese in "James Bond-Stirb an einem anderen Tag" knapp bekleidet aus dem Wasser stieg.

Strand von Cádiz Nochmal Cádiz...

Dringend notwendig nach diesem ereignisreichen Tag war demnach ein bisschen Erholung am Sonntag, bevor es dann am Abend zur nächsten Fiesta ging, der Geburtstagsfeier einen Freundin aus Italien...ich denke die Bilder sprechen für sich Zunge raus

 

Muchos besitos!

Sommer, Sonne, Sonnenschein...was will man mehr!

Mittwoch, 14.03.2012

Buenas tardes Lächelnd

Es ist so weit: ich habe mein erstes ganzes Wochenende hier in Huelva verbracht und muss sagen, dafür dass Huelva schon eher "übersichtlich" (also winzig) ist, gehts hier schon ziemlich ab.

Wer hier ausgehen möchte, sollte entweder ein sehr stark ausgeprägtes Durchhaltevermögen haben, oder am besten bis 23 Uhr eine kleine Siesta einlegen, dann was essen, sich fertig machen und dann gegen 3 Uhr morgens aus dem Haus gehen...vorher darf man sich nicht erwarten in einem Club jemanden anzutreffen, schon gar keinen Spanier. Oder aber man macht es wie wir und lässt sich von ein "paar" Italienern zum Vorglühen einladen...eine Erfahrung der etwas anderen Art, denn während wir dort die einzigen "Ausländer" und noch dazu fast die einzigen Mädls waren, füllte sich im Laufe des Abends die Wohnung nach und nach mit immer noch mehr Italienern, bis sich schließlich in einer etwa 60 Quadratmeter großen Wohnung ungefähr 40 italienische Chicos befanden, sich lautstark -wie es eben typisch für sie ist- unterhielten und einer nach dem anderen antanzte um sich ganz Gentleman-like vorzustellen und uns ein Küsschen auf die Wange zu drücken...echt ein Bild für Götter Zwinkernd

 

Fiesta auf italienisch

 

Nach einer anstrengenden Nacht/einem anstrengenden Morgen (vor 6 Uhr geht hier niemand heim) folgte ein gemütlicher Tag in den Parks und Cafés von Huelva...faul sein ist schon ausgesprochen schön... bzw am Sonntag dann mein erster richtiger Tag am Strand mit Sonne liegen, lesen und allem was dazu gehört. Nur baden gehen ist momentan noch etwas für die ganz Harten..14 Grad Wassertemperatur sind eben doch noch etwas frisch.

 

Sonne tanken im Park Park die Zweite Playaaaa :-)

 

Hoffe es geht euch allen mindestens genau so gut wie mir hier!

Muchos besitos Küssend

Party-Weekend Salamanca

Donnerstag, 08.03.2012

Hallo zusammen,

endlich hab ich wieder mal Zeit, hier was reinzuschreiben...das Leben eines Erasmus-Studenten ist schon ziemlich stressig...so viele Parties, so viele interessante Leute, so viel Neues zu entdecken Zwinkernd

Bald ist schon wieder eine Woche um (die Zeit vergeht hier wie im Flug) und bevor das nächste Wochenende beginnt, noch ein kurzer Bericht von unserem Trip nach Salamanca am vergangenen Wochenende.

Jedes Jahr findet irgendwo in Spanien ein sog. "National Event" statt, wo sich alle ESN(=Erasmus-Student-Network)-Vereine aus ganz Spanien treffen und dort gemeinsam seeehhhr viel Spaß haben. Man kann nur erahnen, was in so einer Stadt abgeht, wenn sich dort hunderte durstige Studenten in Partystimmung einfinden Zunge raus.

Nach sieben Stunden Anreise im Bus und ein paar tollen Tapas, fand am Freitag Abend die erste Party in vier verschiedenen Clubs in Salamanca statt, die mich zu folgenden Erkenntnissen führte:

1. Highheels können nicht nur zu schmerzhaften Blasen, sondern auch zu gewaltigen Rückenproblemen führen, vor allem dann wenn man sich vorwiegend mit Spaniern und Italienern unterhalten möchte und sich dauernd hinunterbücken muss Lächelnd

2. Italiener sind sehr gute Tänzer

3. Je später der Abend, umso besser werden seltsamerweise die Fremdsprachenkenntnisse

 

Hauptplatz von Salamanca Fiesta die Erste Fiesta die Zweite

Am nächsten Tag mussten wir dann in Form eines Wettkampfes (eine Art Schnitzeljagd) gegen die anderen Unis die Stadt erkunden und konnten dabei einige interessante Geschichten und Anekdoten über die Stadt erfahren. Über dem Portal der alten Universität (der ältesten in ganz Spanien) z.B. befinden sich zahlreiche Skulpturen, darunter auch eine Kröte, die die Studenten daran erinnern soll, dass alle Ausschweifungen und Eskapaden während ihrer Studentenzeit nach dem Tod bezahlt werden müssen und die Legende besagt, dass nur derjenige Student seine Prüfungen bestehen wird, der die Kröte auf der Fassade findet (ist wirklich nicht so einfach Zwinkernd ). Aus diesem Grund ist das Maskottchen der Stadt auch ein Frosch bzw. eine Kröte und kann in jedem Souvenirladen in allen erdenklichen Formen und Farben gekauft werden.

In folgendem Foto könnt ihr ja mal versuchen, die Kröte zu finden, allerdings ist das schon die Light-Version, da das Foto nur ein sehr kleiner Ausschnitt der gesamten Fassade ist.

Wer findet die Kröte?

Nach einer weiteren sehr anstrengenden Party am Samstag Abend, konnten wir am Sonntag ein bisschen länger schlafen, bevor es dann wieder zurück nach Huelva ging (von Partystimmung war jedoch bei der Heimreise im Bus nicht mehr viel zu sehen Lachend)

Kommendes Wochenende werden wir ausnahmsweise mal hier in Huelva verbringen und neben ein paar Bars und Clubs auch mal den Strand checken, da hier für Sonntag ca. 24 Grad gemeldet werden...der Bericht von meinem ersten Sonnenbrand folgt dann nächste Woche!

Wünsch euch allen ein erholsames Wochenende und schicke euch ein paar Sonnenstrahlen!

Granada!!!!

Mittwoch, 29.02.2012

Leider  viel zu schnell ist das erste richtige (verlängerte) Wochenende hier in Spanien zu Ende gegangen, das wir genutzt haben, um die wunderschöne andalusische Stadt Granada zu besichtigen.

Während meine mittlerweile schon (fast) Heimatstadt Huelva sehr typisch spanisch ist, kann man das von Granada nicht unbedingt behaupten. Im Reiseführer wird Granada zwar als eine Stadt mit arabischem Flair beschrieben, tatsächlich fühlt man sich jedoch in manchen Stadtteilen wie in einem Märchen aus 1001 Nacht...einfach unbeschreiblich. Man kann hier durch den arabischen Souk spazieren, und in sog. Teterías, also kleinen Lokalen wo man alle nur erdenklichen Teesorten und arabisches Gebäck bekommt, einen Tee und eine Wasserpfeife genießen. Absolutes Highlight des Ausflugs war daher natürlich auch der Besuch der Alhambra, eine maurische Palastanlage auf einem Hügel am Fuß der Sierra Nevada. Dieses ausgesprochen interessante und wunderschöne Gebäude wurde nicht umsonst 1982 (?) zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Wenn man hier durch den Nasridenpalast spaziert, fühlt man sich fast wie eine der maurischen Königinnen aus dem 13. Jahrhundert (da wurde die Alhambra erbaut), so greifbar ist der über der Alhambra schwebende orientalische Zauber. Bei so vielen Eindrücken und interessanten Erlebnissen fällt es mir echt schwer, das alles auch wirklich in Worte zu fassen, deswegen einfach mal ein paar Bilder anschauen Zwinkernd

 

Tetería Alhambra von der Aussichtsplattform aus Alhambra mit der Sierra Nevada im Hintergrund Alhambra  Nasridenpalast Garten im Nasridenpalast Meine Wenigkeit ;-)

 

Den Adleraugen unter euch ist vl schon aufgefallen, dass auf der Sierra Nevada ziemlich viel Schnee liegt, und auch wenn man es kaum glauben kann, hier kann man tatsächlich bis Ende Mai schifahren!! Echt schräg, wenn man bei fast 20 Grad Außentemperatur beim Frühstück sitzt und die Leute im Schianzug daherkommen Lachend

Also jedem, der eine Reise nach Andalusien plant, kann ich Granada auf alle Fälle empfehlen, denn hier treffen nicht nur Kultur, Religion und Architektur von Abend- und Morgenland aufeinander, sondern auch Landschaften, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.

In diesem Sinne, liebe Grüße

Sabine

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